ColorServant
8. Juli 2020

Videos digital archivieren: Unser cleverer Workflow, der Ihr Projekt um ein Vielfaches beschleunigt

Die digitale Archivierung von Videos und Videobändern ist ein sinnvoller Prozess. Ziel ist es, das Videomaterial zu erhalten, platzsparender zu archivieren, schneller erreichbar zu machen (auch dezentral) und darüber hinaus sogar seine ursprüngliche Farbigkeit wiederherzustellen.

Wir verfügen mittlerweile über fast 20 Jahre Erfahrung in der professionellen Videoarchivierung und möchten Ihnen in diesem Beitrag aus erster Hand zeigen, wie ein schneller und cleverer Workflow in der Praxis aussehen kann und sollte.

 

1. Schritt: die Ideale Ausgangslage

Je besser die Lagerung von Videobändern ist, desto besser ist deren Ausgangsqualität. Ideal ist immer eine klimatisch optimale Archiv-Lagerung. So beugen Sie ungewollten chemischen Verfallsprozessen vor.

Hinzu kommt eine klare und eindeutige Beschriftung, damit eine optimale Zuordnung möglich ist. Die Digitalisierung von ungeordneten und unzureichend oder unklar bezeichneten Datenträgern führt zu einem erfahrungsgemäß sehr großen zeitlichen Zusatzaufwand im Digitalisierungsprozess.

 

 

2. Schritt: analoges Wiedergabegerät

Um Ihre analogen Videobänder digital archivieren zu können, benötigen Sie eine analoges Abspielgerät. Bei VHS-Kassetten kann das ein ganz normaler Videorekorder sein. Bei Beta-SP-Tapes benötigen Sie einen Beta-SP-Abspieler.

Wichtig: Überprüfen Sie, ob Ihr Wiedergabegerät die analogen Signale Ihres Videobandes analog oder digital ausgibt. Ideal ist eine digitale Ausgabe. Wenn Ihr Gerät über eine analoge Ausgabe verfügt, dann benötigen Sie zusätzlich einen SDI-Digitalwandler.

 

 

3. Schritt: digitales Signal aufnehmen

Das digitale Signal, das vom Abspielgerät ausgegeben wird, muss nun gespeichert werden. Dazu bietet sich ein Computer mit passender Software zum Aufzeichnen und Schneiden an.

Wichtig für den Hinterkopf: Der Archivierungsprozess erfolgt in Echtzeit. Das analoge Videoband läuft und wird live eins zu eins digital mitgeschnitten. Ergo: Die Archivierung von einem analogen Videoband mit einer Laufzeit von einer Stunde dauert auch nur eine Stunde.

 

 

4. Schritt: Nachbearbeitung der Farbigkeit

Ist das komplette analoge Material in Echtzeit digitalisiert, dann ist es Zeit, die digitalen Daten mit einer speziellen Software farblich anzupassen. Diesen Arbeitsschritt übernehmen oft Grafiker oder Bildbearbeiter.

Warum ist das wichtig? Das alte Material (zuvor analog archiviert) hat durch natürliche Verfallsprozesse sein Originalfarbe verloren. Diese normalen Prozesse führen allerdings zu ungewollten Farbveränderungen und teilweise skurrilen Farbspielen.

 

Die nachträgliche farbliche Bearbeitung (Rendering) kostet in der Regel noch einmal genauso viel Zeit, wie die Digitalisierung in Echtzeit (Schritt 3).

Und genau an dieser Stelle haben wir eine Idee entwickelt, die hilft, viel Geld zu sparen.

 

Die clevere Idee: Wir kombinieren Schritt 3 und 4 und sparen viel Zeit und Geld

2010 haten wir eine Idee: Wie toll wäre es, Schritt 3 (die Echtzeit-Digitalisierung) und Schritt 4 (das grafische Rendering) einfach zu kombinieren?

Das Ergebnis wäre, eine Zeitersparnis um rund die Hälfte.

Bei großen Archiven ist das ein gigantisches Einsparpotenzial.

In weniger als zwei Jahren haben wir ein Gerät entwickelt, das diese Idee realisiert: den Color Servant.

In meinem Blogbeitrag Die Revolution der Videoband-Archivierung für Medienarchive gebe ich Ihnen viele Einblicke in unsere Entwicklungsarbeit.

 

Sie möchten eine kostenfreie Vorführung?

Kein Problem. Wir zeigen Ihnen unseren Color Servant bei uns oder auf Wunsch auch bei Ihnen vor Ort.

Schreiben Sie mir einfach.

Ich freue mich darauf.

Mike Büchel
Autor

Mike Büchel

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